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    Historie

    1959 - 1969
    Die Düsenflugzeuge kommen

    1959: Am 25. August beschließt der Senat mit Zustimmung von Schleswig-Holstein, die Landebahn II in Richtung Ohemoor über die Landesgrenzen hinaus zu erweitern, da es zunächst unmöglich ist, in Fuhlsbüttel mit vollbeladenen und vollgetankten Jets zu starten. Die Lufthansa hat daraus bereits Konsequenzen gezogen und ihren interkontinentalen Verkehr, der mit Düsenmaschinen abgewickelt wird, nach Frankfurt verlegt, denn die Rhein-Main-Metropole verfügt über längere Startbahnen.

    1960: Für die Lufthansa beginnt das Düsenzeitalter. Am 2. März um zwölf Uhr mittags trifft die erst Boeing 707-430 Intercontinental der Lufthansa auf dem Flughafen Hamburg ein. Die Düsenflugzeuge bringen aber nicht nur eine erhebliche Verkürzung der Flugzeiten mit sich, sondern auch eine enorme Steigerung der Passagier- und Frachtkapazitäten. Der Flughafen Hamburg festigt seinen Ruf als "Luftkreuz des Nordens". Im Verkehrsaufkommen liegt er weiterhin nach Frankfurt an zweiter Position in der Bundesrepublik.
    Die verlängerte Startbahn I wird im Oktober dem Verkehr übergeben.

    1961: Das Hauptgebäude muss aufgrund der steigenden Passagierzahlen erweitert werden. Nach zweieinhalbjähriger Bauzeit kann am 9. November Bürgermeister Engelhard dem Verkehr Anlagen übergeben, die ganz auf die Bedürfnisse der Fluggäste zugeschnitten sind.

    1962: Fuhlsbüttel erhält aufgrund der starken Lärmbelästigung durch die Düsenflugzeuge eine Lärmschutzhalle in der die Probeläufe der im Lufthansa-Werftbereich überholten Maschinen stattfinden. Neue Anflugverfahren werden entwickelt; "Kavalierstarts" der Düsenriesen sollen vermieden werden; zwischen 23 Uhr und 6 Uhr wird der Flugverkehr nur in Ausnahmefällen gestattet. Die ersten Schallschutzprogramme für die Nachbarschaft werden vorbereitet.

    1964: Die Arbeiten zur Verlängerung der Bahn II werden beendet. Das Flughafengelände hat sich damit erneut beträchtlich erweitert - 500 Hektar umfasst jetzt die Fläche.

    1969: Es zeichnet sich sehr bald ab, dass die zur Verfügung stehende Kapazität bereits Ende der sechziger Jahre erreicht werden wird. Daher beschließt die Flughafenverwaltung den weiteren Ausbau der Abfertigungsanlagen für ein Maximum von 4 Millionen Passagieren.1969 kann man die "Deutschlandhalle" einweihen.


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