Historie
- 1945 - 1948
- Fuhlsbüttel wird "Hamburg Airport"
1945: Auf dem Flughafen, der durch den Krieg keinen Schaden erlitten hat, richtet sich die britische Luftwaffe als Hausherr ein. Der Jargon ändert sich: "Hamburg Airport" heißt das Gelände nun. Nach der Proklamation der Alliierten vom 20.9.1945 ist den Deutschen der Betrieb und Besitz von Luftfahrzeugen verboten. Gesetzgebung und Verwaltungshoheit für Zivilluftfahrt liegen in der Zuständigkeit der Besatzungsmächte. Auch die Verwaltung von Hamburg-Fuhlsbüttel geht an die britische Armee über.
Durch die Isolation während der Kriegsjahre ist die deutsche Zivilluftfahrt erheblich in den Rückstand geraten - die Entwicklung in der Luftfahrt hat Hamburg und die anderen deutschen Städte überholt.
1946: Die britische Besatzungsmacht beginnt aufgrund ihres Interesses an schnellen Verbindungen in die Heimat, mit der British European Airways (BEA) einen zivilen Liniendienst auf dem Air-Force-Stützpunkt Fuhlsbüttel einzurichten. Ab 1. September wird zweimal täglich die Strecke London-Amsterdam-Hamburg-Berlin bedient.
Das Verkehrsaufkommen wächst und Fuhlsbüttel findet schließlich wieder Anschluss an den europäischen Luftverkehr. Dies veranlasst die Royal Air Force, die Aufsicht über den Flughafen dem Civil Aviation Board (CAB) zu übertragen. Außerdem werden Pläne entwickelt, den Flughafen dem gestiegenen Verkehrsaufkommen anzupassen. So gestaltet sich nun auch die Flugsicherung nach modernen Erfordernissen: Eine Anflugbefeuerung wird installiert, die dem Piloten ca. einen Kilometer vor dem Kopf der Bahn den Weg zum Landestreifen weist.
1947/48: Für 1951 ist der Einbau eines Instrumentenlandesystems vorgesehen. Die Ausbaupläne werden im Winter 1947/48 dem Hamburger Tiefbauamt zur Ausführung übertragen.
1948: Am 25. Juni gibt der amerikanische Militärgouverneur den Befehl, eine Luftbrücke zur Versorgung West-Berlins einzurichten. Während die amerikanischen Maschinen hauptsächlich von Frankfurt und Wiesbaden aus starten, fliegt die Royal Air Force Berlin durch den nördlichen Luftkorridor von Wunstorf, Faßberg, Lübeck, Celle und Hamburg aus an. Die Arbeiten an der Startbahn I, die gerade begonnen haben, werden mit Hochdruck fortgesetzt. 1.400 Bauarbeiter sind nun damit beschäftigt, die Bahn wenigstens noch bis Ende 1948 fertig zustellen, um sie für die Luftversorgung West-Berlins nutzen zu können.