Historie
- 1932 - 1939
- Etablierung
1932: Der Vorsprung des Flugzeugs gegenüber seinem Konkurrenten, dem Luftschiff, ist inzwischen nicht mehr aufzuholen. Die Flugzeuge bestimmen das Bild in Fuhlsbüttel. Deshalb wird in diesem Jahr die Hamburger Luftschiffhallen-Gesellschaft umbenannt in Hamburger Flughafen-Verwaltung GmbH. Mit der Umbenennung tritt gleichzeitig die Unterstützung der Luftschifffahrt als Unternehmensziel weiter in den Hintergrund.
1930 - 1933: Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise zu Beginn der dreißiger Jahre treffen den Flugverkehr äußerst hart. Innerhalb von drei Jahren büßt Fuhlsbüttel rund 35 Prozent des Frachtvolumens und ca. 10 Prozent des Passagieraufkommens ein, während sich die Zahl der planmäßigen Flüge von 5.756 auf 3.819 verringert.
1934 – 1937: Fuhlsbüttel erlebt eine erneute Blütezeit. Aufgrund des steigenden Passagieraufkommens plant man eine Erweiterung des Flughafengeländes, welche am 27. Mai 1935 beim Reichsministerium für Luftfahrt beantragt wird. Dem Antrag wird am 12.7.1935 per Erlass stattgegeben.
In der ersten Hälfte der dreißiger Jahre wird die Nachtbefeuerung in Fuhlsbüttel ständig verbessert und erweitert. Die Umrandungsfeuer werden ergänzt, Hindernisfeuer werden auf allen größeren Gebäuden angebracht und auf dem Flugsteig werden kleinere Scheinwerfer montiert, die die Abfertigungsplattform auch während der Dunkelheit in helles Licht tauchen und eine schnelle Nachtabfertigung ermöglichen. Auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes dreht sich ein riesiger Scheinwerfer als Ansteuerungslicht. Das Peilhaus, das anfliegende Maschinen zu orten hat, wird mehrmals verlegt und erweitert. Eine Kurzwellenbake am Rollfeld soll Landungen auch bei schlechter Sicht ermöglichen. Das Passagieraufkommen erreicht 1937 mit 57.194 Fluggästen den zweithöchsten Stand vor dem Zweiten Weltkrieg. In der Rangfolge der deutschen Flughäfen - Berlin liegt unangefochten an der Spitze - nimmt Fuhlsbüttel hinter Frankfurt und Köln, die in weitem Abstand folgen, den vierten Platz ein. Fuhlsbüttel verwandelt sich von einem ländlichen Ausflugsziel, wie es sich noch Anfang der zwanziger Jahre präsentierte, zu einem Verkehrsknotenpunkt.
Bis 1940: Die Stadt Hamburg erwirbt sämtliche Anteile der Gesellschaft für Flughafenverwaltung. Damit wird die Bedeutung anerkannt, die der Flughafen mittlerweile für die Hansestadt und den gesamten Wirtschaftsraum in und um Hamburg bekommen hat.