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    Pressemitteilung

    20.04.2006
    Internationaler Tierschutz-Fond startet Kampagne am Hamburg Airport

    Der IFAW (Internationale Tierschutz-Fonds) startet heute die Kampagne Kein Tier als Urlaubs-Souvenir am Hamburg Airport. Mit Unterstützung des Zollamts Hamburg-Flughafen appelliert der IFAW an Reisende, auf Mitbringsel zu verzichten, die aus geschützten Tieren hergestellt wurden. Mittelpunkt der Kampagne ist eine Artenschutzvit-rine, die an einem zentralen Durchgangspunkt hinter der Bordkartenkontrolle im nicht-öffentlichen Bereich bei Gate C17 steht. Die Reisenden können so bereits vor Antritt ihres Urlaubs sehen, welche Souvenirs sie meiden sollten, erklärt Robert Kleß, Kampagnenleiter beim IFAW Deutschland.
    In der Vitrine ausgestellt sind typische, vom deutschen Zoll beschlagnahmte Souve-nirs, wie beispielsweise Elfenbeinschnitzereien, Korallenschmuck, Pelze oder Reptilien-lederprodukte. "Häufig werden derartige Reisemitbringsel an den Urlaubsorten ganz offen auf den Märkten oder am Strand verkauft. Dadurch kommen viele Menschen gar nicht auf die Idee, dass der Kauf solcher Mitbringsel für viele Tierarten eine massive Bedrohung darstellt", sagt Kleß. Die Vitrine wird voraussichtlich ein Jahr am Hamburg Airport stehen.
    Viele Tierarten stehen bereits unter dem strengen Schutz des Washingtoner Arten-schutzübereinkommens (WA, englisch CITES). Das Mitbringen von Produkten, die aus geschützten Tieren hergestellt wurden, ist demnach verboten oder erfordert besondere Genehmigungen. Verstößt der Reisende wissentlich oder unwissentlich gegen diese Regelungen, erwarten ihn Geld- oder sogar Gefängnisstrafen.
    "Viele Leute glauben, dass hinter dem Handel mit derartigen Produkten kriminelle Banden stecken. Aber in Wirklichkeit geht weit mehr als die Hälfte der Zigtausende jährlich beschlagnahmter Produkte auf das Konto von Touristen." erklärt Kleß weiter.
    Der IFAW rät den Reisenden, anstelle von Urlaubs-Souvenirs aus Tieren lieber landestypisches Kunsthandwerk aus unproblematischen Materialien zu erwerben.
    Parallel zum Flughafen Hamburg läuft die IFAW-Kampagne auch auf den Flughäfen Dresden, Münster-Osnabrück, Bremen und Berlin. Eine Ausdehnung der Kampagne in die Zielländer der Reisenden ist geplant.



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