Pressemitteilung
- 06.04.2006
- Flughafen Hamburg GmbH kündigt Kapazitätserweiterungen an
Die Flughafen Hamburg GmbH beschließt ein neues Entwicklungskonzept für die Luftfracht am Standort Hamburg Airport. In zwei Schritten sollen die Kapazitäten am Hamburg Airport erweitert werden.
Um kurzfristig Defizite am gegenwärtigen Standort auf dem Flughafen-Gelände zu beseitigen, werden zunächst die bestehenden Anlagen erweitert. So werden zügig neue Kapazitäten für die Luftfracht am Standort Hamburg Airport geschaffen. Die Erweiterung schließt Maßnahmen wie mehr Rampen, mehr Stellflächen für LKWs, zusätzliche Hallenflächen und verbesserte landseitige Anbindung am Standort Flughafen ein. Sie werden eng mit den Nutzern und Partnern der Luftfracht-Kapazitäten am Hamburg Airport abgestimmt.
Mittelfristig ist der Neubau eines Frachtzentrum vorzugsweise auf dem Air-Cargo-Gelände Nordport geplant. Das Gelände ist von der Stadt Norderstedt für Luftfrachtaktivitäten vorgesehen. Die konkrete Planung wird noch in diesem Jahr in enger Abstimmung mit dem Investor, den Nutzern und Partnern aufgenommen. über den Zeitpunkt der tatsächlichen Realisierung wird auf Basis einer realistischen Marktentwicklung und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entschieden.
Michael Eggenschwiler, Sprecher der Geschäftsführung am Hamburg Airport: Das Frachtkonzept ist ein deutliches Bekenntnis zur Luftfracht als fester Bestandteil unseres Flughafen-Geschäfts. Die Investition in einen neuen Luftfracht-Standort wird langfristig das Cargo-Geschäft am Standort Flughafen sichern. Die Lösung ist ein wirtschaftlich vernünftiger Weg: Kurzfristig werden mehr Kapazitäten geschaffen und langfristig eine Lösung mit Augenmaß aufgebaut.
Stimmen aus Hamburg und Schleswig-Holstein:
Gunnar Uldall, Präses der Behörde für Wirtschaft und Arbeit der Freien und Hansestadt Hamburg:
Die Luftfracht ist ein wichtiges Standbein im Cluster Logistik-Standort. Wir begrüßen die Entscheidung, die Luftfracht in Hamburg mit einer neuen und modernen Infrastruktur auszustatten. Eine zeitlich entzerrte Lösung ist eine wirtschaftlich sinnvolle Maßnahme. Sie beweist, dass die Flughafen Hamburg GmbH als privat ausgerichtetes Unternehmen ökonomisch agiert. Die Stadt Hamburg wird die Gespräche mit dem Investor in Norderstedt unterstützen. Ziel ist es, eine ideale Lösung für die Metropolregion Hamburg zu finden. Der Standort Nordport könnte eine solche Lösung sein.
Dietrich Austermann, Wirtschafts- und Verkehrsminister des Bundeslandes Schleswig-Holstein:
"Der Flughafen für Norddeutschland bewegt sich mit seiner Luftfracht mittelfristig nach Schleswig-Holstein. Das gemeinsame Konzept bestätigt das wirtschaftliche Zusammenwachsen der beiden Länder und die dynamische Entwicklung eines Logistik-Clusters in der Metropolregion. Norderstedt bietet eine gute Perspektive und die Chancen für die Ansiedlung vieler neuer Arbeitsplätze."
Hans-Joachim Grote, Oberbürgermeister der Stadt Norderstedt:
Der Stadt Norderstedt ist es gelungen, einen namhaften Investor, die Garbe Unternehmensgruppe Hamburg, für das Gelände Nordport zu gewinnen. Gemeinsam mit dem Flughafen wird der Investor das Gelände für die Bedürfnisse der Luftfracht entwickeln und zügig mit den Baumaßnahmen beginnen. Die Stadt Norderstedt sichert dem Investor und dem Flughafen Hamburg ihre volle Unterstützung zu.
Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg
Unsere Handelskammer unterstützt die Flughafen Hamburg GmbH in Ihrem Bemühen um ein zukunftsweisendes Frachtkonzept. Wir freuen uns, dass unser Appell, eine tragfähige Lösung für die Luftfracht am Flughafen zu finden, erste Früchte getragen hat. Es ist wichtig, dass eine kurzfristige Ertüchtigung des Frachthofes eng mit den Nutzern und Partnern im Frachtgeschäft abgestimmt wird. Mittelfristig ist der Weg nach Norderstedt unserer Meinung nach unverzichtbar, weshalb die hierfür notwendigen Planungen zügig aufgenommen werden sollten. Auch hier appellieren wir an den Flughafen, den Dialog mit den Nutzern und Partnern fortzuführen, um eine für alle tragbare und nachhaltige Lösung nach Möglichkeit noch in dieser Dekade zu realisieren.