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    Wussten Sie schon, dass…

    … der Vorgänger der Boden-Stewardess der "Flugbub" oder "Flugboy" ist?


    Da sich die Flugbuben in der Hauptsache zu Fuß zwischen Flughafengebäude und Flieger bewegten, nannte man sie auch "Läufer". Eleganz war in der noch sehr exklusiven Luftfahrt angesagt: In Pagenuniform und kniehohen Schnürstiefeln sorgten die Läufer in den 1930er Jahren dafür, dass die Damen und Herren zu ihrem Flugzeug kamen und halfen ihnen über die oft steilen Metalltreppen ins Flugzeug. Für den Service an Bord sorgten beispielsweise in der mit Bordküche ausgestatteten Junkers G 31 männliche Stewards; sie reichten den Passagieren Getränke und einen Imbiss. Die weltweit erste Stewardess, Ellen Church, flog 1930 für Boeing Air Transport. Bei der Lufthansa gab es erstmals 1938 in der 40-sitzigen Ju 90 weibliches Kabinenpersonal. Lange Zeit herrschten bei den Fluggesellschaften strenge Regeln für ihre Einstellung: Abhängig vom Arbeitgeber mussten sie unverheiratet sein, Körpergröße und  Gewicht waren vorgegeben, Fremdsprachenkenntnisse ein weiteres Muss. Ab 1955 betrieb Lufthansa in Hamburg eine Stewardessenschule. Auf dem Lehrplan in den 50ern: Erste Hilfe, Aerodynamik, Etikette, aber auch gerades Gehen in hochhackigen Schuhen. An den Flughäfen ersetzten Bodenstewardessen der Airlines bald nach dem zweiten Weltkrieg die "Läufer". Neben Ticketausstellung und Check-in stand die Passagierbetreuung auf dem Dienstplan. Zu Fuß wurden die Reisenden zum Flieger gebracht und dort auch abgeholt, bevor es zur Gepäckausgabe ging. Heute erreichen die meisten Fluggäste ihren Flieger am Hamburg Airport über eine der 17 Fluggastbrücken der Pier oder werden von den Bussen zu Flugzeugen auf Außenpositionen gefahren. Heute haben sich die Einstellungsvoraussetzungen für Flugbegleiter/-innen (wie die korrekte Berufsbezeichnung heute lautet) gelockert.

    28.05.2010


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